West-Östlicher Diwan.

 

Johann Wolfgang von Goethe hatte erstmal am 16. Mai 1815 in einem Brief an seinen Verleger folgendes geschrieben.

Zitat:

„Meine Absicht ist dabei, auf heitere Weise den Westen und Osten, das Vergangene und Gegenwärtige, das persische und Deutsche zu verknüpfen und beide seitige Sitten und Denkarten übereinander greifen zu lassen“

1814 las Goethe den von dem Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall 1812 ins Deutsche übersetzten Diwan des persischen Dichters Mahomed Schemseddin Hafis. Orientalische Poesie und als 65 Jährig, die leidenschaftlicher Liebe an Marianne von Willemer inspirierten ihn West –Östlicher Diwan zu schreiben.

 West-östlicher Divan (erschienen 1819, erweitert 1827) ist die umfangreichste Gedichtsammlung von Johann Wolfgang von Goethe

Die Gedichtsammlung ist in zwölf Bücher eingeteilt. Ein hoher Anteil der Gedichte geht auf Briefwechsel mit Marianne von Willemer zurück.

Anders als der Dichter Rudyard Kipling

„Ost ist Ost,

West ist West,

Sie werden nie zueinanderkommen“

Betrachtet Goethe die persische Dichtung als gleichberechtigt:

Die Menschheit konnte im Laufe der Geschichte Vorschritte erzielen, wenn sie offen zu anderen Kulturen stand.

Verursacht durch die Ungerechtigkeit, religiöse Engstirnigkeit entwickelt sich die Welt heute teilweise auseinander.

Wir können es nicht zulassen, dass wir auseinanderdividiert werden,

Tatsächlich müssen wir als Demokraten in diesen Zeiten, unabhängig von Herkunft und religiöser Zugehörigkeit zu demokratischer Werter stehen und auch gemeinsam diese Werte verteidigen.

Das Programm „Demokratie Leben“ bietet die Mittel für die Stärkung einer lebendigen, Pluralen und demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort an;

Ich hoffe und wünsche, dass diese Veranstaltung dazu einen positiven Beitrag leistet.

Lassen Sie mich bitte zum Schluss mit einem Zitat von Goethe abschließen,

Wer sich selbst und andere kennt,

Wird auch hier erkennen:

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen.